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STELL-MICH-EIN in Düsseldorf: Ein Erfahrungsbericht aus zwei Perspektiven und die Geschichte vom Glücksgriff auf den zweiten Blick

STELL-MICH-EIN in Düsseldorf: Ein Erfahrungsbericht aus zwei Perspektiven und die Geschichte vom Glücksgriff auf den zweiten Blick

Beim Speed-Dating werden zwei Hirnareale besonders aktiv. Unser paracingulärer Cortex entscheidet, wie attraktiv wir unser Gegenüber finden. Der rostromediale präfrontale Cortex hilft uns auszuloten, wie gut unser Gegenüber zu uns passt. Er wird aktiv, wenn wir uns mit anderen vergleichen und nach Gemeinsamkeiten suchen. Schalten wir erstgenanntes Hirnareal einmal aus, könnte man meinen, dass sich die Entscheidung für oder gegen einen Job beim Speed-Recruiting blitzschnell fällen lässt. Ob ich das bestätigen kann? Ja!

 

Meine Erfahrung als Bewerberin beim STELL-MICH-EIN

Ich war kurz vor dem Abschluss meines Studiums auf der Jobsuche, hatte aber noch etwas Puffer. Eigentlich wollte ich nicht in die Agenturbranche und bin tatsächlich auch gar nicht selbst auf das STELL-MICH-EIN aufmerksam geworden. Als ich dann etwas fremdbestimmt über Facebook zur Veranstaltung eingeladen wurde, habe ich trotzdem nicht lange überlegt und mich beworben. Was hatte ich denn zu verlieren? Erfahrungen sammeln hat schließlich noch niemandem geschadet.

Ich hatte während meiner Bewerbungsphase einige Wunschunternehmen im Kopf, für die ich – wie jeder andere wahrscheinlich auch – sofort meine Tasche gepackt und alles stehen und liegen gelassen hätte. Jedoch weiß man natürlich nie, was sich hinter der glitzerndsten Fassade und dem eindrucksvollsten Außenauftritt verbirgt. Bekanntlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Also warum sich nicht einmal etwas abseits des geplanten Weges umsehen? Dass es sich lohnt, einen zweiten Blick zu wagen und auch andere potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen, habe ich beim STELL-MICH-EIN gelernt.

Im Juni 2018 nahm ich als Bewerberin in der Kategorie „Beratung“ am STELL-MICH-EIN in Düsseldorf teil. Nach den drei Minuten pro Agentur hatte ich bereits einen Favoriten. Eine der teilnehmenden Agenturen war mir direkt sympathisch. Im Kopf hatte ich quasi schon meine Bewerbung abgeschickt und ich wollte sie unbedingt näher kennenlernen. Vielleicht gibt es die Liebe auf den ersten Blick doch?!

Ganz Bachelor-like (auf jegliche Bewertung des bekannten TV-Formats möchte ich hier verzichten) ging es dann mit Oliver Chaudhuri von HIRSCHTEC beim Get-together in die zweite Runde und was soll ich sagen? Digitalisierung, Modernisierung des Arbeitsplatzes, Abwechslung, spannende Projekte, Work-Life anstelle von Work-Work und eine große Portion an Wertschätzung – das hat sich gut angehört! Eine Mischung aus Agentur, Beratung und „IT-Bude“ und mit großer Sicherheit ein Unternehmen, in dem ich eine ganze Menge lernen kann. Fazit: Bewerbung abgeschickt.

Kennst du das
STELL-MICH-EIN Event?

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Seit Anfang des Jahres arbeite ich als Junior Consultant Communications im Düsseldorfer HIRSCHTEC-Office. Hier digitalisiere ich mit meinem Team die interne Unternehmenskommunikation unserer Kunden und bin nach wie vor begeistert: von dem Produkt, dem angenehmen Arbeitsumfeld und meinen tollen Kollegen. Wie schon gesagt: Der zweite Blick lohnt sich!

 

Perspektivenwechsel – STELL-MICH-EIN auf Agenturseite

Direkt zur nächsten Auflage des STELL-MICH-EIN in Düsseldorf befinde ich mich nun als HIRSCHTEC-Vertreterin auf der anderen Seite und begebe mich mit meiner Kollegin Ariane Hagen auf die Suche nach neuen spannenden Mitarbeitern. Authentizität und so.JSo schnell kann’s gehen.

Die ersten Momente sind etwas ungewohnt, weil man sich noch eher mit den Bewerbern vor Ort identifiziert und ich mich als ehemalige Kandidatin natürlich sehr stark in deren Situation hineinversetzen kann. Die kurzen Gespräche sind gleichzeitig entspannt und anstrengend. Entspannt, weil man nun gemeinsam mit einer Kollegin HIRSCHTEC präsentieren darf und sich nicht mehr den verschiedenen Agenturen „verkaufen“ muss. Anstrengend jedoch, weil man eben auch als Unternehmen natürlich einen guten Eindruck hinterlassen und sich alle drei Minuten auf einen neuen Kandidaten und potenziellen Kollegen einstellen muss – und das insgesamt 30 Mal.

Nichtsdestotrotz weiß man als Unternehmensvertreter genauso gut wie als Bewerber relativ schnell, ob das Gegenüber zu einem passt. So durften wir super tolle Kandidaten voller Kreativität und mit spannenden Hintergründen kennenlernen. Doch nicht bei jedem reicht es für ein Match.

Was ich dabei für mich persönlich mitnehmen durfte? Man darf vergangene Absagen oder auch solche im zukünftigen Berufsleben nicht persönlich nehmen. Denn ob es letztendlich zu einer Zusage kommt, hängt nicht ausschließlich davon ab, welche Noten man mitbringt, welche Erfahrungen man gesammelt hat, wie selbstbewusst man auftritt oder wie sympathisch man dem Unternehmen ist. In vielen Fällen entscheidet einfach der „Fit“ und das ist wirklich kein direkter Rückschluss zu den persönlichen Kompetenzen.

Früher oder später kommt der Zeitpunkt, an dem jeder seinem Traumarbeitgeber gegenübersteht und beide Seiten wissen: „It’s a match!“ Bei mir war es HIRSCHTEC. Der rostromediale präfrontale Cortex hat also einen guten Job gemacht.

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Cover Image for Nicola Gerk
Autor

Nicola Gerk

friedebe@gmx.de

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